Startseite | Impressum+Spendenkonto | IC -was ist das? | Therapien/Publikationen | Sieben Mythen der IC | Links | Was gibt´s Neues?| BVerfG Nov. 2015 | IC-Forschung und Studien

IC-Netforum für Interstitielle Cystitis und bakterielle Harnwegsinfekte (Blasenentzündung)
 
Registrierung Kalender Mitgliederliste Teammitglieder Suche Häufig gestellte Fragen Zur Startseite
Sponsoren/Partner Galerie

Behandlungsmethoden


Kann die Erkrankung durch Ernährung beeinflusst werden?
Auch diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Keinesfalls wird die IC allein durch eine Ernährungsumstellung ausgeheilt! Grob vereinfacht sind alle scharfen und sauere Speisen generell zu meiden. Aber die Unverträglichkeiten sind meist individuell verschieden. Eine Ansäuerung des Urins, um Bakterienbildung zu vermeiden, schadet der ohnehin schon empfindlichen Schleimhaut. Ganz vermieden werden sollten stark histaminhaltige Speisen und Getränke.

Behandlungsmethoden:

Antidepressia: z. B. Amitriptylin sollen die Miktionshäufigkeit verringern. Bei IC wird dieses Medikament wegen ihrer schmerzlindernden und drangmindernden Eigenschafte gegeben, hat aber starke Nebenwirkungen. Es wirkt eher nur unterstützend. Zudem ist es stark histamintriggernd. Gleichzeitig wird nichts zu Unterstützung unseres GAG-Layers getan, wenn man sich auf das Mittel allein verlässt. Das heißt, der Abbau der Blasenschleimhautschicht schreitet weiter voran.

Bei einem heftigen Schub kann einigen Erkrankten Antibiotika helfen,
sofort und unmittelbar! Auch wenn das von ärztlicher Seite immer wieder bestritten wird und keinerlei Bakterien bisher im Urin gefunden wurden.


Immer wieder erreichen uns Mitteilungen, in denen Betroffene berichten, eine Langzeit-Therapie mit Antibiotika hätte ihnen sehr geholfen (was nicht bei jedem IC-Erkrankten der Fall ist), jedoch sei es fast unmöglich einen Arzt finden, der diesen Schritt mitgeht. Die therapeutische Situation wird, was uns IC-Kranke angeht, in Deutschland immer absurder!

IC ist Folter!

Ein weiteres Phänomen dieser Erkrankung: Antibiotika hilft in vielen Fällen den Schub zu stoppen - selbst wenn in der Kultur (Stick) keinerlei Bakterien vorgefunden werden. Ebenso, in einigen Fällen, auch Antimykotika (selbst bei negativer Kultur). Antihistamine, Antiallergika können ebenfalls unterstützend verordnet werden. Bei gleichzeitig bakteriellen Blasenentzündungen kann die Impfung STROVAC® versucht werden.

Als sinnvoll hat sich erwiesen, in der Behandlung von "unten nach oben" zu gehen, immer nach dem sinnvollen Prinzip: beginnen mit dem Leichtesten, steigern, dort stoppen wo sich eine Besserung einstellt. Dazu gehören die Instills der neuen Generation. Als Weiteres kommen orale Mittel in Betracht, die EMDA, oder die Cocktails der alten Generation, die man noch heute in den USA verwendet. Botox sollte nicht am Anfang der Behandlungskette stehen.!

Botox.
Einspritzungen in gezielt ausgesuchte Blasenbereiche. Alles dazu in unserem Botoxthread.

EMDA
Ein Cocktail aus mehreren Wirkstoffen, die variieren können, meist jedoch eine einheitliche Zusammensetzung haben. Heparin, Pentosan-Polysulfat (PPS), Dexamethason, Lidocain etc. werden in die Blase eingebracht und unter Stromzufuhr ca. 20 Minuten in der Blase verquirlt um die Wirkstoffe in tiefere Schichten der Blase zu bringen. Mehr dazu u.a. auch die Zusammensetzungen findet ihr in unserer Linkliste unter - Medikamente - Behandlungsmethoden bei IC.

Die EMDA kann ein- und zweistufig verabreicht werden. Mehr dazu in der Linkliste unter :
Berichte über IC - Aussagen von Ärzten über IC. Artikel über IC - Publikationen - Präsentationen - Ausschlußkriterien der NIH - Beweise für IC.

Im Allgemeinen gilt es viel auszuprobieren. Das "Standardmittel" gibt es für uns nicht, jeder hat SEINE eigene IC, das Mittel der Wahl (oftmals sind es verschiedenen Präparate die dann in der Gesamtheit wirken) gibt es für uns nicht.


Das sehr milde Gepan® instill sollte für alle das "Einstiegsmittel",
auf der Suche nach einer wirksamen Therapie sein! Danach muss man weitersehen.



Blaseninstillationen der neuen Generation:


Gepan® instill (Chondroitinsulfat) dient als vorübergehender Ersatz für die beschädigte Blasenwand und muss turnusmäßig in die Blase instilliert werden. Mit freundlicher Genehmigung der G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG

Gepan instill

Gutscheinaktion von Pohl Boskamp







Uropol® (Chondroitinsulfat) dient als vorübergehender Ersatz für die beschädigte Blasenwand und muss turnusmäßig in die Blase instilliert werden. Mit freundlicher Genehmigung der medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH

Uropol







CYSTISTAT® (Hyaluronsäure) dient als vorübergehender Ersatz für die beschädigte Blasenwand und muss turnusmäßig in die Blase instilliert werden. Mit freundlicher Genehmigung der Cytochemia AG

Cystistat




IALURIL® ist das erste Produkt in Österreich, das Hyaluronsäure und Chondroitinsulfat in hoher Konzentration kombiniert. Es wird zur Wiederherstellung der Schutzschicht in der Blase (GAG-Schicht) bei bestimmten chronischen Blasenentzündungen wie Interstitieller Zystitis eingesetzt. Hyaluronsäure und Chondroitinsulfat sind die Hauptbestandteile der GAG-Schicht, durch ihre Instillation in die Blase wird die Blasenschutzschicht wiederhergestellt. Die Behandlung verbessert so Schmerz und Harndrang und reduziert die Häufigkeit der Blasenentleerung. Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen dieses Medizinprodukts informieren Gebrauchsanweisung, Arzt oder Apotheker. IALURIL® ist ein Medizinprodukt Klasse III und in Österreich in der Apotheke erhältlich.
Details zur Zusammensetzung und zu den Anwendungsgebieten finden Sie hier
Ialuril






Orale Mittel
ELMIRON® bzw. hier bei uns das Pentosanpolysulfat (SP 54) .
Pentosanpolysulfat (SP 54)




Blaseninstillationen der alten Generation wie sie heute noch in den USA verabreicht werden (dort "rescue" genannt). Mehr dazu in unserem Lexikon.

Weiter hilfreiche Informationen und Links finden Sie in unserem Lexikon im Inneren des Forums. Eine Anmeldung ist dazu nötig.


==================================================================================================== =====================================================================================================
Wo kann ich mich über IC informieren, welche Publikationen sind bisher dazu erschienen? Wir haben hier eine kleine Auswahl zusammengestellt.




Blasenentzündungen, Blasenschmerzen…… damit müssen Sie nicht leben! Von Dr. Ines Ehmer. Erschienen 2013.
Die Bücher von Frau Ehmer, auch ihr neues Buch, können beim Verlag Zuckschwerdt versandkostenfrei innerhalb von Dtschl. bestellt werden.
ISBN 978-3-86371-088-0 Neuauflage bzw. 4. Auflage I. Ehmer, M. Herbert ISBN: 978-3-86371-187-0 Preis: 19,95 € (D) / 20,50 € (A) Erscheinungstermin: 01.11.2016


Interstitielle Cystitis Professor Dr. Karl Heinz Kurth
Urologische Abtl. D. Universtität Amsterdam
Erschienen 2004 im Ergebnisse Verlag
ISBN 3-87916-069-4



Endlich Schluß mit Blasenentzündungen Sylvia Knöpfel


Interstitielle Cystitis. Schilderungen einer unerforschten und nicht akzeptierten Erkrankung.
Hrsg. Sybille Adamsen

Erschienen 2008, Verlagsgesellschaft Rothenbach, Rothenbacher Weg 19, 51503 Rösrath
ISBN 978-3-00-023824-6
In diesem Buch schildern ausschließlich IC-Betroffene ihre Lage.

Es sind noch Restbestände vorhanden.


Was passiert beim Urologen? Das Enthüllungsbuch für SIE & IHN (Humorvoll dargestellt, kein IC-Buch)
Pies, Christoph
1. Auflage 2017, 240 Seiten.
ISBN: 978-3-7766-2804-3
18,00 EUR* D / 19,90 EUR* A / 22,50 CHF* (UVP)

Dr. Christoph Pies studierte Medizin in Bochum und Düsseldorf, bevor er in einer Kölner Klinik seine Berufung zum Urologen fand.
Nach seiner Facharztausbildung und Oberarzttätigkeit wurde er 2004 niedergelassener Urologe.
Und obwohl der Begriff "piesacken" auf seinen Vorfahr Diederich Pies zurückgeht, hat Christoph Pies zum Glück ein anderes Bestreben: Er möchte unterhalten und aufklären.



Im Allgemeinen findet man wenige Veröffentlichungen zu IC. Diese sind zumeist veraltet, ungenau und widersprüchlich, selbst die wenigen Spezialisten die es dazu gibt, erfassen das ganze Spektrum und die zum Teil vielfältigen Varianten der Krankheit nicht immer. Eine allumfassende Beschreibung gibt es bis heute nicht. Bis heute gibt es noch keinerlei Standards die IC verbindlich definieren. Auch heute noch bekommen die meisten IC-Patienten überhaupt keine Diagnose.

Weitere Buchempfehlungen sind in unserem Lexikon aufgeführt. Eine Anmeldung ist dazu nötig!

Bitte bleiben Sie bei allem, was Sie über IC lesen oder hören, ein wenig skeptisch. Nicht alles ist auf jeden übertragbar, IC hat viele Varianten. Z. B verrät nicht unbedingt der KCL-Test allein, ob eine IC vorliegt oder nicht. Er ist nur ein Mosaikstein im Gefüge des Ganzen.
IC gibt es auch oberhalb des so oft fälschlicherweise angegebenen Fassungsvermögen von 350 ml. Diese Angabe beruht auf einem Irrtum bzw. einer Fehlinterpretation, da man für eine Studie Patienten mit einem vergleichbaren Level benötigte. Man muss zwingend vorher handeln.
Wir hören so oft: Die Mastzellen sind ein wenig überhöht. Das ist eine Angabe wie - sie sind ein wenig schwanger. Dabei ist dieser Cutoff-Wert bereits der maximale.

Mastzellinfiltrate sind sowohl in der Submukosa als auch im Detrusor („Detrusormastozytose“) vermehrt zu finden.
Die Mastzelle als solche beweist noch nicht das Vorliegen einer IC, da Mastzellen auch beim gesunden Menschen vorkommen, der CutoffWert ist in der Diskussion.
Larsen et al. (1982) definieren 28 Mastzellen/mm² als Obergrenze für eine normale Blase.
.
Views heute: | Views gestern: | Views gesamt: | Views der letzten 7 Tage:
Forensoftware: Burning Board 2.3.6 pl2, entwickelt von WoltLab GmbH
Geblockte Angriffe: 848355 | prof. Blocks: | Spy-/Malware: | CT Security System : © 2006 Frank John & cback.de