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IC-Netforum für Interstitielle Cystitis und bakterielle Harnwegsinfekte (Blasenentzündung)
 
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Zum Krankheitsbild der Interstitiellen Cystitis.



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Urologen sollten einen Pathologen hinzuziehen und diesen zu einer speziellen Untersuchung anhalten. SEITE 1

Urologen sollten einen Pathologen hinzuziehen und diesen zu einer speziellen Untersuchung anhalten. SEITE 2

Die Kurparkklinik in Bad Nauheim mit Behandlungskonzepten für Interstitielle Cystitis. Dr. Vahlensieck wird ab Ende Oktober 2013 dort u. a. die Behandlung der IC anbieten


Mastzellen spielen eine besondere Rolle bei der Interstitiellen Cystitis. Sie müssen mit speziellen Verfahren gesucht werden.


Mastzellen und deren Aktivierung spielen u.a. eine Rolle bei der Mastozytose und den Beschwerden der interstitiellen Zystitis sowie der Vulvodynie.
Die neuesten Studien zeigen aber, dass es schwierig ist, Mastzellen und ihre Lokalisierung im Blasenwandgewebe exakt darzustellen und damit eine Unterscheidung zu anderen Erkrankungen der Blase zu definieren.


Mastzellen – auch Mastozyten genannt - gehören zu den weißen Blutkörperchen und sind ein Teil des Immunsystems. Sie werden bei einer Infektion mit Bakterien und Viren aktiv.
Man findet sie unter anderem im Verdauungssystem, in der Haut und den Schleimhäuten sowie in den Atemwegen. Im Blut halten sie sich vorwiegend NICHT auf, sodass sie sich durch eine Blutuntersuchung nicht nachweisen lassen.
Unter normalen Bedingungen kommen Mastzellen in allen Geweben in GERINGER Anzahl vor. Durch bestimmte Auslöser (Trigger) werden die Mastzellen aktiviert und setzen Entzündungsmediatoren wie z.B. Histamin und verschiedene Enzyme frei.
Diese Stoffe befinden sich in körnchenförmigen Einlagerungen -den sogenannten Granula - in den Mastzellen.


Mitunter vermehren sich die Mastzellen ohne ersichtlichen Grund!!! Die Frage nach den Ursachen der Mastzellvermehrung können Experten bis heute nicht eindeutig beantworten.
Einige Wissenschaftler vermuten, dass eine ganz bestimmte Stelle im Erbgut verändert ist. Erhöhte Mastzellmengen müssen nicht automatisch Krankheissymptome bewirken.
Erst wenn die Mastzellen durch einen Reiz auf ihre Rezeptoren an der Zelloberfläche ihre Granula und damit entzündungsfördernde Stoffe ausschütten – man nennt diesen Vorgang auch Degranulation – kommt es zu Krankheitssymptomen.
Welche Trigger genau dazu führen, dass sich die Mastzellen entladen, variiert von Mensch zu Mensch.

Durch die Vermehrung der Mastzellen und deren Aktivierung kommt es zu großen Mengen der freigesetzten Stoffe im Gewebe.
Symptome wie z.B. Juckreiz oder Nesselausschlag, verschiedene Magen-Darm-Beschwerden, Knochen-, Muskel- und GelenkSchmerzen und sogar nervöse Störungen wie vermehrte Reizbarkeit, Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme können die Folge sein.


Beachten muss man auch, dass je nach Art der Degranulation die entzündungsfördernden Stoffe nicht in jedem Fall sofort außerhalb der Mastzellen zu finden sind.

Werden die Mastzellen durch Rezeptoren auf der Mastzelloberfläche aktiviert, erfolgt die Degranulation der Mastzelle auf 2 verschiedene Arten:

Bei der abrupten Degranulierung werden alle Granula mit ihren Entzündungsmediatoren auf einmal aus der Mastzelle freigesetzt. Es kommt zur sofortigen schweren anaphylaktischen Reaktionen bis hin zum Kreislaufzusammenbruch.
Deshalb nennt man diese abrupte Freisetzung auch anaphylaktischen Degranulierung. Alle Granula kann man außerhalb der Mastzellen nachweisen. Nach einigen Stunden ist dieser Vorgang beendet. Die Granula bzw. Entzündungsmediatoren sind nicht mehr zu finden.

Bei der sogenannten “Piecemeal“-Degranulierung werden die Granula zunächst nur innerhalb der Mastzelle freigesetzt, gelangen also nicht alle sofort außerhalb der Mastzelle sondern nur nach und nach in einem andauernden kontinuierlichen Prozess.
Das bewirkt chronische Entzündungsreaktionen wie z.B. bei einer IC.


Die Art der Degranulierung sagt also etwas über die Schwere und Art der Entzündung aus. Die Darstellung von Mastzellen mit einem Antikörper gegen CD117 erlaubt keine Beurteilung der Degranulierung und damit über die Art und Dauer der Entzündung, da dieser Antikörper nur die Zellmembranen anfärbt.
Die Beurteilung der Aktivierung gelingt mit zusätzlichen immunhistochemischen Untersuchungen mit einem Antikörper gegen humane MastzellTryptase.


Die MastzellTryptase ist bei chronischen entzündlichen Erkrankungen dauerhaft erhöht. Bei schweren allergischen Reaktionen (Anaphylaktischer Schock) kehrt der Wert nach einigen Stunden zum Normalwert zurück.
Zusammenfassend kann man also sagen: Damit es zu Krankheitssymptomen der IC kommt, sind 2 Faktoren nötig. Einmal eine erhöhte Zahl von Mastzellen plus ein Trigger, der die Mastzellen zur Freisetzung der entzündungsfördernden Stoffe anstößt.
Zum anderen ist ein ständige Degranulierung und damit Freisetzung der entzündungsfördernden Stoffe aus der Mastzelle erforderlich.

Eine erhöhte Anzahl der Mastzellen ALLEIN ist noch kein IC-Nachweis. Es kommt darauf an, ob und auf welche Weise die Mastzellen aktiviert werden und wie die Ausschüttung der entzündungsfördernden Stoffe erfolgt.
Will man also eine eine IC erkennen, muss man diese beiden Komponenten der Krankheitsentwicklung berücksichtigen und die richtigen Labormethoden (Färbungen) anwenden, um die Zahl und die Aktivität der Mastzellen darzustellen.



Eindeutiger als anhand der Mastzellen kann man eine IC an der Zahl der subepitheliale Nervenfasern nachweisen (erhöhte sensorische Innervierung). Vermehrte Nervensensoren bedeuten eine erhöhte Schmerzwahrnehmung.
Die vermehrten Nervenfasern können in einer immunhistochemischen Färbung mit Antikörpern gegen PGP9.5 nachgewiesen werden.
Der oft verwendeten Antikörper gegen S 100 ist zum Nachweis erhöhter sensorischer Innervierung weniger geeignet, wird aber nach wie vor verwendet. Siehe dazu bitte die Links weiter oben: Urologen sollten einen Pathologen hinzuziehen und diesen zu einer speziellen Untersuchung anhalten.



Es geht auch nicht nur um die Mastzellen sondern um die Gesamtheit histologischer Befunde: Defekte des Urothels, lymphatische Infiltrate, sowie die vermehrte sensorische Hyperinnervation.
Eine Vermehrung der sensorischen Nervenfasern bedeuten eine erhöhte Schmerzwahrnehmung. Diese Nervenfasern können mit der PGP9.5 Antikörperfärbung nachgewiesen werden.


Die sensorische Hyperinnervierung unterscheidet das Blasenschmerzsyndrom/die Interstitielle Cystitis von der Reizblase.

Trotz aller bisheriger Forschung - eine klare Definition, was IC ist oder was sie ausschließt, ist nicht machbar. Zu viele Symptome und Befunde überlappen sich,
erschweren somit weiterhin eine klare Trennung von anderen Erkrankungen (Reizblase) und somit eine präzise Einordnung. Das wird sich auch in naher Zukunft nicht ändern.



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